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Die GESUNDHEIT ist unser wertvollstes Gut, und es ist in unser aller Interesse, gesund zu bleiben
Aus diesem Grunde müssen wir uns stets auch selbst um eine gesunde Lebensweise bemühen.
Trotzdem bleibt niemand von Gesundheitsproblemen verschont. Es gibt zahlreiche Formen kleinerer unvermeidlicher Gesundheitsprobleme, die wir als Folgeerscheinung des Lebens hinnehmen müssen. Es ist schwierig, diese Probleme zu vermeiden, hâufig können sie allerdings gelindert werden. Oft können Selbstmedikations-Arzneimittel oder andere Maßnahmen im Bereich der Selbstversorgung hilfreich sein.
WAS IST SELBSTMEDIKATION?
Der Gebrauch von nichtverschreibungs-pflichtigen Arzneimitteln gilt heute allgemein als ein bedeutender Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Diese Haltung entspricht ebenfalls dem wachsenden Bedürfnis, mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Wenn die Selbstmedikation sachgemäß eingesetzt wird, kann sie einen kostensparenden Faktor für die nationalen Gesundheitssysteme darstellen.
Ärzte sind sich darin einig, daß ...
- Selbstmedikation darin besteht, daß Patienten wegen bestimmter Symptome und geringfügiger Beschwerden auf nichtverschrei-bungspflichtige Arzneimittel zurückgreifen.
- der Patient die volle Verantwortung für seine eigene Behandlung trägt. Aus diesem Grunde ist es wichtig, die Packungs-beilage/das Etikett sorgfältig durchzulesen.
- Ärzte und Apotheker auf dem Gebiet der Sebstmedikation eine äußerst wichtige Rolle spielen. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite und geben Informationen über einen vernünftigen Umgang mit Arzneimitteln. Die Arzneimittelhersteller sind für die Information zu Arzneimitteln generell verantwortlich.
- es von den jeweiligen Umständen abhängt, wie lange Sie sich selbst medizinisch versorgen können; im Normalfall sollte dies nicht länger als drei bis sieben Tage dauern
- alle Arzneimittel, einschließlich der Arzneimittel für die Selbstmedikation gemäß derselben EU-Normen in bezug auf Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit hergestellt werden.
- in folgenden Fällen Selbst-medikation nicht geeignet ist und Sie einen Arzt aufsuchen sollten:
- Ihre Symptome lassen nicht nach
- Ihr Zustand verschlechtert sich oder tritt wieder in schlimmerer Form als vorher auf
- Sie leiden an heftigen Schmerzen
- Sie haben ein Arzneimittel oder mehrere ohne Erfolg ausprobiert
- es treten unerwünschte Nebenwirkungen auf
- Sie denken, daß Ihre Symptome ernstlicher Art sind
- Sie leiden an psychischen Problemen wie Angstzuständen, Unwohlsein(1), Depressionen(2), Lethargie(3), Unruhe oder Übererregung.
- Sie besondere Vorsicht walten lassen sollten, wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn das Gesundheitsproblem Säuglinge und Kleinkinder betrifft.
IN DER PRAXIS ...
Geringfügige Beschwerden, die Sie mit Selbstmedikationsmitteln behandeln können, umfassen unter anderem:
- Erkältungen und Grippe
- Husten
- Halsweh
- häufig wiederkehrende Entzündungen der Nasenschleimhäute (einschließlich Heuschnupfen)
- Aphthen im Mund
- Verdauungsstörungen (einschließlich Sodbrennen)
- nicht ausreichend häufiger und schwieriger Stuhlgang
- Erbrechen, Durchfall
- Hämorrhoiden
- Sonnenbrand
- Warzen
- geringe bis mäßige Schmerzen wie Kopf- und Muskelschmerzen
- geringe bis mäßige Hautprobleme: z.B. Schnitte, Insektenstiche, Ekzeme usw.
November 1997
- Seelische Verstörung durch Schmerz oder Sorgen.
- Traurigkeit ohne äußeren Anlaß, Mangel an Aktivität, Denk- und Konzentrationsstörungen, Niedergeschlagenheit.
- Zu keiner Aktivität zu bewegen, große Müdigkeit und/oder Gleichgültigkeit, abnorme Schläfrigkeit.
Dies ist eine Informationsbroschüre
der folgenden Vereinigungen:
Ständiger Ausschuß der Europäischen Ärzte (CPME),
in Zusammenarbeit mit Europäische Vereinigung der Fachärzte (UEMS) und Europäische Vereinigung praktischer Ärzte (UEMO) und Europäischer Fachverband der Arzneimittel-Hersteller (AESGP).
Mit der Unterstützung der Europäischen Kommission.

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